Als Führungskräfte leiten Metallbauermeister/innen Werkstätten oder Betriebsabteilungen in Metallverarbeitungsbetrieben. Sie bestimmen die Arbeitsabläufe und verteilen die Arbeitsaufgaben an die einzelnen Fachkräfte, leiten sie an und koordinieren die Arbeiten. Bei der Erstellung von Aufträgen übernehmen sie die kaufmännische und technische Kalkulation. Als Ansprechpartner/innen für die Auftraggeber sorgen sie für eine termin- und fachgerechte Erledigung ihrer Aufträge und führen die Abrechnung durch.
Darüber hinaus führen sie in der Werkstatt und auf Montagebaustellen Arbeiten durch, die besonderes Können und langjährige Erfahrungen voraussetzen, z.B. anspruchsvolle Schmiedearbeiten. Als selbständige Betriebsleiter/innen entwickeln sie die betrieblichen Grundsätze, bestimmen Art und Umfang der Investitionen, sind für die Personalauswahl verantwortlich und kontrollieren den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs.
Arbeitsbranchen:
Sie arbeiten überwiegend in der Maschinenbau- und Metallbearbeitungsbranche. Auch in Kraftfahrzeugbau und in Kfz-Reparaturwerkstätten sowie in Ausbau- und Hochbau-Unternehmen sind ihre Kenntnisse gefragt. Darüber hinaus können sie auch in Planungsbüros oder in Werkstätten landwirtschaftlicher Maschinenringe Beschäftigung finden.
In Werkhallen oder Werkstätten leiten sie Mitarbeiter/innen an und überwachen die Herstellung der jeweiligen Bauteile und Gebrauchsgegenstände. Bei Montagearbeiten sind Sie auch beim Kunden und auf Baustellen tätig, zum Teil im Freien, gelegentlich auch an Fassaden oder auf Gerüsten. Im Büro, ggf. auch im Baucontainer, bearbeiten Sie den Schriftverkehr mit Kunden, Behörden und Verbänden. Hier kalkulieren Sie auch Kosten und Arbeitszeiten, bestellen Material und planen die jeweiligen Arbeitsgänge.
Unterrichtsinhalt:
Neben fachtheoretischen und –praktischen Kenntnissen werden in den Vorbereitungslehrgängen betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Inhalte sowie berufs- und arbeitspädagogische Grundlagen vermittelt.
- Bauzeichnungen lesen und umsetzen, bauphysikalische Anforderungen berücksichtigen
- Stahl- und Metallkonstruktionen, Fördersysteme, Konstruktionen des Anlagenbaus sowie Schließ- und Sicherungssysteme entwerfen, planen, herstellen, montieren, in Betrieb nehmen, umbauen und instand halten
- Verbindungen an Bauwerken und Konstruktionen planen und herstellen
- Transport von Bauelementen planen, koordinieren, organisieren und durchführen
- Vorschriften des Vergaberechts für öffentliche Auftraggeber berücksichtigen
- Die Wünsche der Kunden ermitteln und berücksichtigen
- Einen Betrieb nach technischen, kaufmännischen und organisatorischen Gesichtspunkten führen
- Aufträge konkret planen, organisieren, durchführen und überwachen
- Technische Arbeitspläne und –abläufe, Skizzen und Zeichnungen mit Hilfe von EDV-Systemen erstellen
- Manuelle, maschinelle oder EDV-gesteuerte Bearbeitungsverfahren einsetzen
- Leistungen abnehmen, protokollieren und, wenn nötig, nachkalkulieren
- Fehler- und Störungssuche und –behebung durchführen
- Konstruktionen entwerfen, berechnen, bewerten und korrigieren
- Probleme der Metallbe- und –verarbeitung, des Fügens oder der Steuerungstechnik beschreiben, lösen, die Lösungen bewerten und korrigieren
- Prüf- und Messtechniken sowie Verfahren der Funktionsprüfung und Fehlersuche nach Verwendungszweck wählen
- Auftragsabwicklungsprozesse planen
- Unteraufträge vergeben und kontrollieren
- Qualitätssichernde Aspekte bei der Auftragsannahme und Einsteuerung von Aufträgen sowie Prüfergebnisse beschreiben, dokumentieren und kommunizieren
- Technische Arbeitspläne erarbeiten, bewerten und korrigieren
Diplom:
Ein vom Minister anerkanntes Meisterdiplom. Eine Bescheinigung wird den Teilnehmern ausgestellt, die nicht den Betriebsleiterkursen folgen.
Zulassungsbedingungen:
- Mindestens 18 Jahre alt sein
- Min. einen Gesellenbrief im Bereich Metallverarbeitung oder ein Diplom im Mechanik-, Metallbau- oder Maschinenschlosserbereich
- Im Metallbau oder Reparaturbereich tätig sein
- Und eine Berufserfahrung von min. 2 Jahren nachweisen können.
Dauer: 2 Jahre, 1 Abend pro Woche Fachtheorie und 1 Abend pro Woche Betriebsführung
Beginn: September 2014
Anmeldung:
Die Kandidaten sollten sich anhand des beiliegenden Anmeldeformulars im ZAWM St. Vith einschreiben.
Zur Einschriebung sollte jeder Kandidat folgende Dokumente abgeben:
- eine Arbeitsbescheinigung (oder eine Bescheinigung des Arbeitsamtes)
- eine Kopie des Gesellenbriefes (oder des letzten Diploms),
- eine Kopie des Personalausweises (Vorder- und Rückseite),
- einen kurzen Lebenslauf.
Unterstützungen
Es besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Bildungsurlaub zu stellen.
<<<-- Bildungsurlaub was ist das?
Nähere Informationen über die Ausbildung erteilt das:
Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes V.o.G.
Luxemburger Strasse 2a – 4780 ST. VITH
Tel. 080/ 22.73.12 – Fax 080/22.75.22
E-Mail: info@zawm-st-vith.be - www.weiter-mit-bildung.be
www.metallausbildung.be